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Cyberattacken: Wenn Tanker vom Radar verschwinden

Hackerangriffe auf Online-Konten und Regierungs-Webseiten sind hinlänglich bekannt. Neu ist: Auch der globale Seehandel leidet unter Cyberattacken – und das birgt bislang unbekannte Gefahren.

Die Systeme von mordernen Schiffen sind verwundbar, weil sie sich immer stärker auf Computer-Technik verlassen. Wissenschaftler der Sicherheitsfirma Trend Micro haben zum Beispiel ein Sicherheitsleck in einem Funksystem enthüllt, das weltweit von über 400’000 Schiffen eingesetzt wird. Problemlos konnten die IT-Spezialisten des Unternehmens Schiffe auf dem Radar verschwinden lassen, Routen manipulieren oder falsche Notrufe absetzen. 

Eine 80 Millionen Yacht fernsteuern

Der Kreativität der Hacker sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Studenten der University of Texas brachten eine Yacht im Wert von 80 Millionen US-Dollar durch gefälschte GPS-Signale vom Kurs ab. Das mag noch als grober Scherz durchgehen. Was geschieht jedoch, wenn die Hacker-Angriffe kriminell motiviert sind? Vor knapp einem Jahr wurde ein Öltanker durch Cyberattacken mit Malware infiziert haben, wie Reuters berichtete. Spezialisten brauchten knapp drei Wochen, um den Tanker wieder einsatzfähig zu machen. 

Attacken solcher Art sind teuer. Der Versicherungskonzern Willis schätzte in einer Studie, dass Öl- und Gaskonzerne – die ihre Produkte oft per Schiff transportieren – bis ins Jahr 2018 mit cyberbasierten Schäden von bis zu 2 Milliarden US-Dollar rechnen sollten. Nur selten allerdings werden Cyberangriffe auf die Schifffahrtsindustrie publik. Zu sehr fürchten betroffene Unternehmen, durch Schadensmeldungen Investoren abzuschrecken. 

Einen Frachthafen lahmlegen

Und die Gefahr reicht noch weiter:  Cyberangriffe könnten nicht nur

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